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Fast jeder Tennisspieler wird sich schon einmal gefragt haben, woher eigentlich die eigenartige Zählweise beim Tennis herrühren mag. Meist bleibt es bei der Frage. Wer aber den Dingen ein wenig auf den Grund geht, fördert Seltsames zu Tage. Nicht eine, nein: viele Versionen gibt es darüber, wie es zu der Zählweise 15, 30, 40, Spiel, gekommen sein könnte.

Drei seien erwähnt: Lance Tingay vertritt in seinem Buch "100 Jahre Tennis" folgende, ihm am einleuchtendsten erscheinende Version. Man habe sich damals - etwa um 1873 - in England des Zifferblattes von Uhren bedient, um an den Tennisplätzen jener Tage die Punkte zu zählen. Sie seien für jeden Spieler angebracht gewesen. Für den Gewinn eines Punktes habe der Gewinner seinen "Zeiger" um eine Vierteldrehung weiterrücken dürfen, also fünfzehn Minuten. Der zweite Punkt habe ihm ein weiteres Viertel gebracht, also "dreißig", der dritte Punkt "fünfundvierzig", englisch: "forty-five", Die durch Abnützung hervorgerufene Vereinfachung der Sprache habe daraus ein "forty", deutsch: "vierzig", werden lassen. Dieser Übergang lasse sich etwa auf die Mitte des vorigen Jahrhunderts datieren. Der volle Uhrenkreis habe dann das Ende des Spiels markiert.

Das "Erste deutsche Handbuch des Lawn-Tennis", von Robert Frh. von Fichard 1887 herausgebracht, führt die Zählweise des Tennis auf das alte französische Ballspiel "Jeu de Paume" aus dem 13. und 14. Jahrhundert zurück. Jeder Punkt für jede Partei sei damals 15 Sous ("wert") gewesen, 2 Punkte also 30 Sous, drei 45 Sous und dann beim 4. Punkt sei ein Spiel verloren gewesen. Diese Version wird in vielen Tennisbüchern der neueren Zeit vertreten.

Endlich gibt es die Erklärung, daß englische Seeoffiziere sich in Indien die Zeit mit einem tennisähnlichen Ballspiel vertrieben und die Punkte nach dem Gewicht ihrer Kanonenkugeln gezählt hatten, die sie jeweils aufbieten mußten, um einen Feind empfindlich zu treffen. Reichte die fünfzehnpfündige Kanonenkugel nicht, mußte ein härteres Geschoß, nämlich die dreißig Pfund schwere, aufgeboten werden, Die letzte Möglichkeit der Steigerung war der Einsatz einer vierzig Pfund wiegenden Kugel.

 
 
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